Archiv der Kategorie: allgemein

alles andere

… wird jetzt Ralf Fücks zum Wehner der Grünen?
(nach seiner Horrorvorstellung zum Bündnis mit der Linken)

… wir haben es versaut – wir haben es echt versaut!
(nach UN-Bericht der neuen Werte zur Erderwärmung)

… die Administration der USA hat jegliche Glaubwürdigkeit verloren, sie ist nur noch von der eigenen miserablen Politik getrieben.
(nach Trumps Dieseldeal mit Putin, vom Iran ganz zu schweigen)

… das ist der Anfang vom Ende der CDU – sie haben es wirklich nicht verstanden.
(nach den Wahlen des Präsidenten im Thüringer Landtag.)

Der Jazz frisst seine Kinder

ich weiß, es war Uranus (erinnere mich an das Bild von Goja), und ich weiß, was unten steht, darum erweitere ich die Überschrift zur Frage:

Der Jazz frisst seine Kinder, oder liegt die Kunst in der Subversion – in der Verweigerung?

Kann es denn Kunst sein, wenn der öffentliche Diskurs fehlt, eben weil pure Verweigerung eine Lücke nicht darstellen kann /will? Es wird nur etwas vermisst, was zuvor bezeichnet war, und als solches einen absichtlich nicht besetzen Raum markiert. Verweigerung ist auf persönlicher Ebene nachvollziehbar, bringt im Betrieb jedoch nichts.

Zum Jazz: Ich glaube, viele Kollegen fühlen die Verbindung zur Gesellschaft nicht wirklich. Ihre Musik schwebt als abstraktes Feld über den Dingen, dies fängt bei den bedeutungslosen Titeln an, und endet bei einem Sound, der nichts mit einer außermusikalischen Wirklichkeit zu tun haben will. Manchmal spiegelt sie Subversion, ist es aber selber nicht (und lasse die ganze Soziologie des Jazz weg).
Das Substanzielle eines Aylers oder Brötzmanns wirkt eher eingeschoben als real empfunden.
Fakt ist, dass das Publikum nicht jünger wird, vielleicht noch bei den Aktiven und dort durchaus talentiert.
‚New Direktions‘ von Jack DeJohnette lag durch Zufall auf dem Teller, welch ein Unterschied – ich habe sie 1979 noch live erlebt. Myra Melfords Fire and Water Quintet sind sicher die legitimen Erben – aber reicht das? Ist supergut auch aktuell?

Hmm, daneben sterben der Klassik die Hörer weg, und mit ‚Spektakel‘ Leute in den Konzertsaal zu holen, wird keine langfristige Strategie sein können.
Und dieses Rumbiegen an den Opern im Regietheater, dieses auf den ‚Stand‘ heben, da ist mir das postdramatische Musiktheater bald lieber, bei dem das Werk als Material dient – vielleicht kommt dabei etwas ‚Neues‘ zustande. (Wäre aber ein sehr postmoderner Ansatz – also schon wieder rückwärts gewandt.)
Also liebe Dirigenten mit Ambition, schreibt eure Ideen doch aufs Blatt. Ansonsten bitte besinnt Euch – ihr seid Interpreten und haltet die Veranstaltung zusammen – wunderbar. (Da bin ich ganz bei Schubert, der einklagte, dass die ausführenden Musiker doch bitte spielen und nicht groß reden mögen.)

Überleitung: warum krankt es in der Gesellschaft an allen Ecken und Kanten?
Wir haben an Identität verloren, denken uns im Wohlstand weiter entwickelt zu haben – weit gefehlt. Der Kapitalismus ist wieder nur an seine Grenzen gestoßen und windet sich in den alten Werten – was letztlich Krieg bedeutet.
Entwickelt sich eine Gesellschaft nicht weiter, stagnieren die Künste, wird in Bereichen restaurativ, auch wenn es auf dem ersten Blick anders erscheint. Aktuelle Kunst sollte sperrig, widersprüchlich (subversiv) sein, damit der geneigte Hörer oder Betrachter durch Nah- und Fernsicht zur Einsicht gelangen könnte, das Glitzern der Oberfläche (hier als Metapher) ist zu vermeiden – es stellt nicht eine Frage, gibt nicht eine Richtung.
Unsere westeuropäische ‚Leit’kultur ist zum globalen Standart mutiert, andere Kulturen halten mit guten oder schlechten Mitteln berechtigter Weise dagegen (documenta 15). Da bekommt der Ausdruck CultureClash neuen Wert und wird einfach weggeatmet.
Das Integrative versagt unter dem Druck des Kapitals – war immer so.
Mit solidarischem Verhalten hätten wir eine Chance, aber als nationalstaatlich organisierte Gemeinschaften, die auf Wachstum programmiert sein müssen ist dies nicht der Fall, weil sie in Konkurrenz stehen, und nur der Vorteil Gewinn erbringt. Dieser Vorteil wird durch Menschen innerhalb einer heute abstrakt definierten Gemeinschaft (nicht mehr Volk) erwirtschaftet, und wenn möglich gehalten, wenn möglich verteidigt, wenn möglich ausgeweitet. Und wenn diese Gemeinschaft sich an den Rändern auflöst – die Grenze zum Feld wird, was gerade bei den westeuropäischen Ländern der Fall ist – werden die Marken gerissen, die durch Vorteile und Ausbeutung der Länder des globalen Südens lange gehalten werden konnten. Zumal aufstrebende Länder wie China und Indien aus der Knechtschaft gelernt, aber den selben fatalen Weg wie wir eingeschlagen haben (das ist keine Kritik an Deng Xiaoping – man muss erstmal eine Milliarde Menschen ernähren – dann kommt die Moral). Sie glauben sich zu befreien, haben aber neben übernommener Kleidung und industrieller Produktion, die Planwirtschaft wieder verworfen und keine alternativen Ideen entwickeln können. Da alles mit allem zusammen wirkt, ist der wirtschaftliche Clash programmiert. Kriege kann man nicht mehr als Ressentiment verkaufen (außer Israel vs Iran), es geht einfach nur um knallharte wirtschaftliche Interessen.

Retour: Was hat die große politische Wetterlage das mit den Künsten zu tun?
Sie entwickeln sich nicht mehr – Stillstand seit 2001?, das Ende der sogenannten Postmoderne?
Bedenklich hierbei ist, dass wir noch nicht einmal wissen, wann sie durch etwas anderes ersetzt worden ist, und schon gar nicht mit was. Es bleibt die vermeintliche Rettung im Sprung in die kuratierte Form.

Was hat das mit dem Jazz zu tun?
Der ist eigentlich tot – er überlebt nur in Nischen, manchmal mit hervorragenden Musikern, aber ohne grundlegend neue Ideen.
Relevante Äußerungen liegen eher im populären Bereich wie Rap, HipHop, dem einen oder anderen Film, bei der Literatur gilt ähnliches für die Sprache – als sei es gerade gestern. In der bildenen Kunst, sind die Kuratoren und der Markt wichtiger geworden als das Exponat selbst – hier gibt es durchaus Parallelen zum Regietheater.
Und wenn es scheint, dass ein ’normaler‘ Kriegsfilm dichter an der Realität ist, als all die gespielte Empfindsamkeit einer maroden Gesellschaft, haben wir ein Problem.

Mitnehmen ohne zu restaurieren, Emphase mit Sinn (bewußte Trennung von Inhalt und Form), auf ein Ziel verweisen (Richtung geben). Zuversicht.
Also im eingeschränkten Maß ideologisch, ohne programmatisch, schon gar nicht propagandistisch zu sein.
Ob das reicht?

Mahlzeit

… wir sollten uns fragen, warum die ökonomische und davon abgeleitete politische Situation so ist, wie sie ist. Natürlich gibt es im Kapitalismus kein Primat der Politik – es herrscht das Primat des Kapitals. Darum und wegen anderer nicht so geschickter Adressierungen, ist die Politik der Ampel – Habeck – gescheitert. Nun fliegt uns noch weit heftiger die schwarzrote Koalition – unter Merz – um die Ohren. Mein Gott, es ist das System! Und eine kapitalistische Planwirtschaft wie in China überträgt man nicht mal eben. Der hoch bezahlte Facharbeiterstand ist korrumpiert und jammert ohne je die Niedriglöhner beachtet zu haben, die nun wirklich mehr in der Lohntüte bräuchten.
Ich bezahle 160 € Stundenlohn in der Motorradwerkstatt beim Reifenwechsel – wofür man nun wirklich keinen akademischen Abschluss (gesellschaftliche Kosten die zur Ausbildung erbracht worden sind) braucht. Da hat sich einiges verschoben, was wir von Grundauf wieder einholen müssen. Solidarität unter den Gewerken, der Gesellschaft, den Ländern. Oben drauf noch der Dieselskandel sind bei VW die treibenden Kräfte des Niedergangs, und dass der Vorstand im Verhältnis zum Arbeiter heute wesentlich mehr verdient als vor 40 Jahren – ungefähr das 10-fache. War es früher 1 zu 18, ist es heute 1 zu 180! Völlig ungerecht, aber auch wieder dem System geschuldet, weil ohne hohe Vergütung und Boni gehen die ‚Kollegen‘ in andere Länder – ist in etwa wie beim Fussball – nur dass bei VW Geld keine Tore geschossen hat. Bis heute belaufen sich die direkt bezifferbaren Gesamtkosten des Dieselgates für den Volkswagen-Konzern auf mehr als 33 Milliarden Euro.

Ok, das möchte ich nun für unseren gesellschaftlichen Zusammenhang runterbrechen. Weil dort geht es um anderes. Aufzeigen möchte ich eigentlich nur, dass diese Auswirkungen systemisch begründet sind, auch wenn die Menschen auf der Straße ganz andere Themen ins Feld führen. Sie machen es am Alltag – der nicht mehr funktioniert – fest. Es klemmt im Portemone, aber nur ‚Der Vorsprung durch Technik‘ (Slogan einer VW-Tochter) bringt Gewinn, wenn dieser schmilzt, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Schneller produzieren, also rationalisieren, die Effektivität pro gezahlter Stunde zu erhöhen. Dann kann man sogar mehr bezahlen und sich selbst fürstlich belohnen. Das geht aber nur, solange man innovativ bleibt. Dies meint die Ausgaben für Forschung und dem nachwachsenden Potential – hier wurde gespart. Die Politik des ‚leichten‘ Gewinns hat nicht nur VW praktiziert, sondern das ganze Land, über 30 Jahre wurde den Arbeitnehmern ein immer besserer Lohn gezahlt, nur um zu verschleiern, das man sich selbst doppelt und dreifach bediente. Das ist vorbei – das Gejammer groß, weil eine kapitalistische Ökonomie wachsen muss, das ist sozusagen ihre DNA, aus der Marx den Zusammenbruch in Form von Kriegen abgeleitet hat. Und davon haben wir mehr als je zuvor nach dem 2. Weltkrieg.

Leider, und ich habe es schon viel früher geschrieben, sind die ordinären Ressourcen erschöpft (einfacher Sand z. B.), alles platt machen, damit sich das Kapital erholen kann? Diesem Zyklus konnte der gute Karl noch folgen – heute haben wir andere Voraussetzungen. In diesem Beitrag möchte ich nicht groß auf den Klimawandel eingehen, aber er ist neben der Performance von AI die größte Herausforderung, der wir uns stellen sollten /müssen. Tun wir das? Im Angesicht des Narrativs welches gestreut wird, geht es um Migration – dass es bei Migration immer auch um die versagenden Lebensgrundlagen geht, die das Kapital dem lokalen System entzogen hat, steht auf einem anderen Blatt. So werden Lösungen kolportiert die nun wirklich keine sind. Eigentlich hilft nur Bildung – auf welchen Platz sind wir zurück gefallen, ist das Absicht, oder nur eine Überstrapazierung des Systems? In Deutschland haben wir zu lange an der Illusion der sozialen Marktwirtschaft gehangen (die auch eine Zeitlang getragen hat), nur ist es heute gefährlich weiter zu verschleiern, zu schummeln, zu trixen – wir müssen aufräumen – und können dies leider nur in dem Maßstab, wie sich unsere Ökonomie mit der der anderen Länder verbunden hat. Dazu müssen wir Chinas Wirtschaft neu denken, verstehen, ein Land, das unsere Absatzmärkte erobert – das macht sie aber lange noch nicht zu Feinden. Sie haben nur besser verstanden Mehrwert zu generieren (ein Land im Aufbruch kann das bei guter Führung gelingen – Deutschland nach dem Krieg ist das beste Beispiel, allerdings mit Unterstützung des Marschall-Plans). Auf der anderen Seite die USA, die mit Zöllen reagiert – letztlich ein Ausdruck der Schwäche. Im Softwarebereich und einigen Hochtechnologien haben sie Vorsprung (vor China – wir sind nur noch auf ein paar Halbfeldern vorn). Das bestimmt den Konflikt, denn was ich hier zusammenfasse und einiges mehr, wissen sie in den USA, wie auch in China, nur werden daraus völlig andere Schlüsse gezogen. Sie sehen den ökonomischen Wettlauf als ‚Chicken-Game‘ (USA unter Trump), oder in der Tradition dass der Stärkere bestimmt /gewinnt (China) – aber niemals gibt der Klügere nach. Und es scheint ganz klar, nicht die Menschheit ist gemeint, warum sonst wird nach der UNO getreten. Es geht um die ‚Besser Esser‘ um die ‚Besser Verdiener‘, die sich Wege schaffen zu bleiben, wo eigentlich kein Platz ist. Auch das war letztlich immer so. Nur dass es heute fast 10 Millarden Menschen gibt, die der Planet nur bei solidarischer Ökonomie angemessen erhalten könnte: Der Erdüberlastungstag 2025 war am 24. Juli!

Kriege abschaffen, Schwerter zu Pflugscharen, unser gelebtes System gibt das nicht her – vielleicht war es auch nie so gemeint (Entwicklung der Produktivkräfte nur in der Auseinandersetzung). Gemeint – Sinn? Die Frage nach Gott. In den USA wird Kirche mit Politik verbrämt. Die Klerikalen sind nochmal speziell – Apokalypse (now). Und ganz bestimmt lag es nicht am 11. September, sondern an der europäisch imperialistisch geprägten Politik, die die USA durch die Länder getragen hat, angefangen bei Korea, Vietnam etc., dann Afghanistan und Irak, heute Iran usw. Zähle ich die Atombomben auf Japan (ein Kriegsverbrechen!) hinzu, haben sie sich weit der Heimat, von Ost nach West durchgearbeitet. Zu Anfang Einflusssphären, dann Öl-Ressourcen (Venezuela).
Also Bildung fördern! Die UNO stärken. Solidarisch leben. Verzicht der Besser Verdienenden – Anhebung der Steuern für Erbschaften (ohne das Firmenkapital zu belasten). Deckel für Mieten, Energie (die Basics sollten in staatliche Hand).

Leider denke ich, dass bei diesem ganzen Gewirbel die AI das Rennen machen wird – ich habe es in Beiträgen weit vorher erwähnt: Wenn der Quantencomputer als Hybrid mit einer Arm-Plattform fusioniert, wird es ernst. 50 : 50 denke ich, als physisches denkendes Material wird der Mensch sicher noch gebraucht, solange bis die AI selbst diese Form simulieren kann, nur um ein Testfeld zu erzeugen, das Bit und Bites übersteigt. Eine Welt (aus dem Nichts) würde entstehen und die Frage nach dem ‚Davor‘ bliebe so obsolet wie alle Zeit.

Nachtrag am 14. Sept

Letztlich läuft zusammen, was zusammengehört. Die Entwicklung der Produktivkräfte stößt unter diesem System an seine Grenzen, hat seinen Zenit, oder Ziel (was nicht gut wäre) erreicht. Für die Menschheit steht der größte Wandel seit ca. 11.500 Jahren bevor (nachdem wir sesshaft geworden sind). Und noch nie konnte weggeschlossen werden, was sich entwickeln will.
Eine Frage des Geistes – nicht die Frage nach Christus, Mohamed oder Buddha. Und doch, es ist die Frage nach dem überphysischen Zusammenhang und den Entscheidungen, die sich formen, ohne geformt zu werden. Vor gut 2.000 Jahren ist ein Narrativ gefunden worden, diesen Wirkungsmechanismus gehaltvoll zu beschreiben.
Noch haben wir alle Möglichkeiten, denn die AI wird genau das Potential haben, welches wir ihr mit auf den Weg geben. Unsere Tragödie ist jedoch das Lernen durch Konflikt. Es ist unsere Form der Lebensbewältigung und erste Erzählung (Kain erschlug Abel). Lasst uns der AI andere Werte einschreiben, es geht um den Erhalt des Lebens an sich. (Auha, dann wird es knapp, weil wir uns als der eigentliche Störfaktor erwiesen haben.) Wir haben das Gleichgewicht aufgehoben – übernehmen jede Ecke, jeden Winkel, pressen unseren Stempel auf – die Natur als solche verloren, spiegeln uns selbst. Aber vielleicht haben wir auch nur unsere Hausaufgaben gemacht, einen Kreis zu schließen, der anders unmöglich zu erreichen gewesen wäre? Sozusagen die biologisch dynamische Station, ohne die kein Heraustreten aus dem Schatten der Evolution, kein Rest zur Strukturierung einer Welt, die ungeahntes Potential aufweist, und das bloße ‚gefressen werden‘ ins bloße ‚geworfen sein‘ wandelt, möglich wäre. Nur dieses Wesen (von wem geworfen?) wird anstrengen sich zu finden, im Erzeugen von Ideen und das davon abgeleitete Handeln in einer bewußten gesellschaftlichen Realität.
In den abertausenden Versuchen der Künstler, diese Position – als Geste – zu übernehmen hat sich die Gesellschaft erschöpft, nur um sich an den Grenzen der Kreativität neu aufzustellen. Gottgleich kann nun Geist eingehaucht werden (ein Kunstwerk reflektiert den Geist, eine AI, die sich ihrer Selbst bewußt wäre, hätte einen).
Sind wir am Ende angekommen?
Sind wir am ende angekommen?

Songs of the Absurd *

I.
Wenn ich in den Nachthimmel schaue, spüre ich ein Gefühl von Heimat. Ein Angekommen-Sein an sich. Die Schwankungen des Alltags verblassen vor der Majestät, die ich ja zugleich selber bin. In solchen Momenten wird mir bewußt, wie kleinkrämerisch unser Tun und Denken verläuft, als könnte man an der großen Un-Ordnung drehen. So etwas wie ’sinnlose Freiheit‘ stellt sich ein.

II.
Wir leben auf dem Punkt irgend eines Satzendes von all dem Geschriebenen dieser Welt. Das soll nicht relativieren, nur die Möglichkeit beleuchten, dass wir als Individuum die Deutungshoheit des Selbstverfassten längst verloren haben. Über KI und deren Algorithmen können aber durchaus neue Zusammenhänge sichtbar gemacht werden, die sich zumindest in Fragmenten verständlich darstellen ließen. Nur, mit der KI verhält es sich wie mit einer Pyramide: Wir wissen nicht wirklich, was im Inneren verbaut ist. Und es wird nicht einfacher, eine derart mächtiges Werkzeug unter kapitalistischen Bedingungen zu programmieren. Die dazu gehörige Ethik wird meist nur hypothetisch formuliert, letztlich in resignativer Form, weil sich neue Wirkungsmechanismen bislang immer ihren Weg gebahnt haben. Um es mit Jeff Goldblum zu sagen: ‚Life, uh, found a way‘. (Oha.)

III.
Europa mit seinen Restriktionen wird die Produktivkräfte verlangsamen, bis wir nicht mehr mithalten. Auch, weil es keinen alternativen Entwurf gibt. Eine Netto-Leistung muss wachsen, solange man im globalen Wirtschaftssystem in Konkurrenz steht, nur so läßt sich Mehrwert generieren. Absurd, müssen wir – wider besseren Wissens – die Welt weiter zerstören, plündern, um nicht unter die Räder zu kommen? (‚EU-Kommission will Industrie länger und mehr CO₂ ausstoßen lassen‘, Die ZEIT 17. Juli 2026, 13 h und ‚USA zahlen über eine Milliarde Dollar, damit RWE keine Windparks baut‘, Spiegel 06.08.2026, 21.19 h) Russland spielt dabei keine Rolle (bis auf die nukleare Bewaffnung); wir haben es verpasst uns als ‚Eurasisches Konglomerat‘ zu etablieren, aber das war dort, wie wohl auch hier, politisch nicht gewollt. Jetzt streitet man sich um einen vermeintlichen ‚Einflussbereich‘ – lächerlich. Eine Sublimation, nur um nicht auf die wirklich großen Probleme zu schauen: Dem Klima. Und warum Grönland?, weil dort neben anderen Gegebenheiten (Bodenschätze, geopolitische Lage) die größten Süßwasserressourcen der Nordhalbkugel liegen.

IV.
Erneute despektierliche Äußerungen der derzeitigen Administration in den USA sind durchaus plausibel. Das ist nicht neoliberal (schon gar nicht ‚free‘), das ist gelenkte Wirtschaft basierend auf Innovation, ohne Schadensanalyse. Auch wenn die Form nicht zum Verständnis beiträgt, es steckt schon ein auszumachender Weg dahinter, den wir in Europa gern übersehen. Es ist die merkantilistische Analyse derzeitiger Verhältnisse, mit dem Ergebnis, dass sich jeder Einsatz von Risikokapital lohnt, auch wenn die Chancen erstmal schlecht stehen. In Deutschland sagt dies wirklich keiner gern, aber wir haben von unserem Ingenieur- und Chemiewissen der 12 ‚dunklen‘ Jahre noch Dekaden wunderbar gelebt (die Grundlagen der Physik fallen vor den 1. Weltkrieg).

V.
Immer wieder wird es Wandel geben, die Schwerindustrie und der Anlagenbau sind in einer Krise, der Markt wird sich bereinigen müssen. Die Autoindustrie trägt schwer an sich selbst und an einem fehlenden Konzept zur individuellen Mobilität. Neue Chemie – wohl eher nicht hier. Letztlich fehlt es an Konzepten und an denen, die sie entwickeln sollen. Also: BILDUNG first! Kreative junge Menschen finden und sie auf kreative Schulen schicken, Stipendien für Kinder mit Eltern, die ein geringes Einkommen haben, BaFög ausbauen – nicht kürzen! Das sind keine Investition ins Risiko, sondern in die Zukunft.

VI.
Darf man noch in den Himmel schauen, oder ist das die Abwendung von einer Welt, die ihre Erklärungen nach dem Warum nicht gerade offen legt? Aus fragmentarischen Eindrücken ein fließendes Ganzes machen, es verschmelzen lassen zur ‚Poesie‘ im besten romantischen Sinn: Eine neue Definition von Gesamtkunstwerk als Hinweis, bei der ich den Inhalt quasi ’schief‘ gegen die Form anlegen muss, um in der Aussage noch sichtbar zu sein.
Also Ja! – Absurd bleibt es trotz alledem.

(* Über Albert Camus den Titel bei Jürgen Brockmann entliehen)

die Anderen steh’n im Stall

Die wirklich großen Player haben sich die Möglichkeiten durchrechnen lassen. Sie wissen also sehr genau, wie der Klimawandel ablaufen wird, nur um ihn zu leugnen; machen alles ‚great again‘, sichern sich heute Vorteile, die die Verteilungskämpfe von morgen entscheiden können. Schnell noch einmal zur Seite schaffen, Ressourcen anhäufen, weil eine demokratische Verteilung nicht mehr zu organisieren seien wird.
Ich dachte immer, dass dies Übersprungshandlungen sind – mein Gott nein, es ist das bewußte Tun, aufgrund fester Daten, aller durchgespielten Szenarien.
Parlamentarische Lösungen sind bei dem Dafürhalten zu langsam, zu spät, man benutzt die Anderen im Glauben, dass ausweglose Richtige zu tun. Zwangsläufigkeit!
Die amerikanische Regierung möchte den Bettel hinschmeissen, für eine Welt, die sie selbst geschaffen hat!, und Europa versteht nicht wirklich sich Selbst bewußt zu werden. Das föderale System Deutschlands könnte als Vorbild dienen (von den Engländern nach dem Krieg eingerichtet), so schlecht das funktioniert, ist es noch die Gerechteste aller Varianten, die sich Menschen ausgedacht haben. Nur kommt darauf an, was wir daraus machen.
So bleibt Krieg auch eine Möglichkeit von Gestaltung – vielleicht die negative Variante – aber er ist /war immer Teil unserer Wirklichkeit*.
Das Bild fängt an in seinen Rahmen zu passen, welches mir vermeintlich absurd vorkommt.

Drum gehe ich jetzt los die Zutaten für einen Ricotta-Zitronen-Kuchen einzukaufen (der etwas klitschig geworden ist*).
Und weil es immer mehrere Szenarien gibt, stelle ich diesen Text online.
Denn alles andere ist alles andere, sind lecker Kuchen und Fussball.

* Erweiterungen am 25. Juli 2025

Ist das weit genug weg?

Welche Chancen sind vertan – als Krone der Schöpfung rütteln wir an den Festen unseres Seins, dass dem Ganzen der Einsturz droht, richtig – steht schon in den Texten davor.
Nur war es da als Hypothese abgeleitet aus Gedankenspielen angenommener Möglichkeiten. Nun schaut es leider anders aus. Der große Krieg rückt näher, jegliche von uns gestellten Klimaziele werden gerissen. Und wie immer fängt es an den Rändern an. Bangladesh säuft ab – who cares, bei uns waren es ’nur‘ 135 Menschen im Aartal – das schaffen wir schon.
Eben so nicht.
Und die Freigabe der Reichweiten ist Unsinn, wer das befürwortet, hat die Todessehnsucht der Menschheit nicht begriffen. Sie liegt in uns, tief unten; im Tod will sich das Selbst aus dem Korsett des Individuums, dem Leben als Leiden, unserer Qual des Getrenntsein vom Ganzen, befreien.
Nur sind heute die Möglichkeiten kompletter, endgültiger, effektiver, anders als im Weltkrieg 1 und 2.
Klar, das Leben findet seinen Weg, in Nischen wird es sich behaupten. Auch das war immer so. Nur sind wir die, die nicht von einem äußeren Ereignis hinweggefegt werden, wir machen es uns selbst. ICH BIN GOTT. Und der Punkt einer Fixierung über die Grenzen hinaus geht verloren (ich meine nicht SpaceX).

Auch wenn es Schuldige an den Ereignissen gibt, ist es immer das jeweilige Narrativ, was das Gegenüber freispricht.
Es scheint an mir* zu sagen, dass vor einem Jahr eine ‚Wenn–Denn-Option‘ zielführend gewesen wäre. Russland hätte aufgezeigt werden müssen, dass jedweder Angriff über das vermeintliche Kriegsgebiet hinaus, die Verlängerung der Reichweite bedeutet hätte. Nun – nur weil die Russen jetzt im Vormarsch sind – die Reichweiten zu verlängern ist kontraproduktiv, gefährlich!
Hätte hätte Fahrradkette. Sagte eine wunderbare Person zu mir, die in der Pflege angestellt war, einzige Fachkraft in der ‚Geschlossenen‘ für Demenz.
Lösungen jetzt!
Es muss doch zu erreichen sein und man /frau erkennt, dass diese Entwicklung nicht marginal, oder lokal zu begrenzen sein wird. Brasilien, Indien, dies ist nicht euer Krieg, wohl wahr, aber die Auswirkungen zögen nicht an Euch vorüber wie ein starkes Gewitter, ihr sitzt nicht am anderen Ende, wo nichts passieren kann, hier geht es ums Ganze. Wenn es letztlich europäische Überheblichkeit war, ist auch das wahr, Schuldzuweisungen sind – wie oben angemerkt – eher Unsinn.
Lösungen!
Wollt ihr strafen, weil die Welt europäisiert ist – ihr seid es selbst, und China kommt gut klar mit einer Mischung des Kapitals von Marx und der kapitalistischen Moderne.
Da ist sie wieder diese Todessehnsucht, ich rieche sie bis hier.

Solidarität, einstehen für den Anderen (das es Ausreisser gibt, war /ist immer klar, gerade uns Deutschen). Nur das heute fast alle natürlichen Ressourcen angegriffen sind, ein großer Neu-Aufbau könnte schwierig werden. Also:

Die Krim geht an Russland.
Die Besetzten Gebiete des Donbas gehen an Russland.
Die von den Russen eroberten Gebiete gehen über in eine internationale Verwaltung, Blauhelmen, u. a.: Brasilien, China, Indien, Südafrika, Spanien, etc.
Ausgleich muss gefunden werden für die Gebiete, die die Ukraine besetzt hält.
Entflechtung der Linien.
Die Ukraine erhält das Recht, sein Bündnispartner zu wählen, oder die Nato gibt einen umfassenden Schutz, der dem Beistand im Falle eines Angriffs gleichkommt.
Die Ukraine kann der Europäischen Union beitreten, wenn sie will.

Dafür muss die Welt einstehen, auch der Globale Süden (den es meiner Meinung nach nicht gibt) steht in der Verantwortung.
Abrüstung der Bündnisse, Schritt für Schritt.
Die Grundfrage des Wachstums beantworten, Klimaneutralität.
Das Kapital abschaffen.
Wozu sonst das ganze Streben, über abermillionen von Toten aus den Schlachten, dass Kain Abel erschlug, wofür das Leiden über 100.000 Jahre humanen Lebens und Erkenntnis.
Weggeschmissen für was?

* Heute, am 21. Nov. 2024 höre ich, dass die CDU mit März diese Postion ziehen will. Ich meine, wie lange dauert es auf solch eine Idee zu kommen, die bei mir seit einem Jahr auf der Halde liegt. Es sind insgesamt so viele Fehler bei der Unterstützung der Ukraine gemacht worden, dass endlich umgesteuert werden muss.

es steht schlecht

Die Europäer haben bei der Unterstützung der Ukraine versagt.
Entweder gehen wir jetzt komplett rein – ohne russisches Gebiet zu verletzen, oder ziehen uns zurück und hoffen auf einen nicht ganz so schlimmen Diktatfrieden.
Beide Optionen sind realistisch, wie äußerst unangenehm.
Alles andere wäre aber Augenwischerei. Man kann doch nicht ein Volk /Land zugunsten eines Patts ausbluten lassen.

Als Idee einer möglichen Waffenruhe würden die von Russland besetzten Gebiete, außer der Krim, unter internationaler Verwaltung gestellt. Die Krim ginge ab einem Friedensvertrag an Russland – vorher unter deren Verwaltung. Im Friedensvertrag würde die internationale Souveränität der Ukraine und deren Grenzen von Russland ausdrücklich anerkannt (Garantien übernehmen China, Südafrika und Brasilen). Die Ukraine hat die Wahlfreiheit einer Bündniszugehörigkeit. (Dass dies alles schon von Russland nach Abgabe der Atomwaffen unterschrieben worden ist, sei hier nur am Rande erwähnt.)

Kommt das nicht zustande, wird jeder russische Angriff, der über das unmittelbare Kriegsgebiet hinaus geht, von ukrainischen Truppen auf russischem Gebiet vergolten.
Aber die Möglichkeit einer kompletten Unterstützung der Ukraine, auch auf derem Gebiet mit Kampfeinheiten, sollte ausdrücklich in Erwägung gezogen werden.

Nachtrag 28.02.2024
Beim französischen Präsidenten Macron, der jetzt etwas ähnliches gesagt hat, klingt das irgendwie anders. Berechnend – solch ein Gedanke kann aber nur der Notwendigkeit geschuldet sein, damit können doch keine Eitelkeiten befriedigt werden. Und auf höchster politischer Ebene darf dies nur in Absprache geschehen!, sonst ist das kontraproduktiv, fährt die Karre noch tiefer in den Dreck.

Will ich Terror verstehen?

Gut drei Wochen dauert nun schon dieser unsägliche Krieg im Nahen Osten.
Warum erst jetzt eine Vermeldung?, weil es sich nicht so einfach darstellt, wie es scheint.
Ein unsäglich feiger Terrorangriff auf ziviles israelisches Leben ist auf das Schärfste zu verurteilen.
Das Existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar, Deutschland hat an der Seite Israels zu stehen.
Ein Konstrukt aus der Shoa entstanden, konnte dieses Mal nicht verteidigt werden, und gerade hier liegt die Aufgabe eines Staates, nicht darin Siedlungspolitik voranzutreiben, die das Existenzrecht der Palästinenser untergräbt.

Bilder des Krieges sind immer häßlich, das wissen wir nicht erst seit dem Ukraine-Krieg. Doch wird es hier besonders hart, da die Infrastrukturen des Krieges und die der Bevölkerung nicht mehr voneinander zu trennen sind.
Als kleines gepampertes Gebiet fließt internationales Geld in alle Kanäle, eben auch in den des Terrors. Man kann nicht einfach austrocknen, was Jahrzehnte (auch unter Druck) verwoben worden ist. Das Israel zunächst nicht Verhandlungsbereit sein wird /kann, liegt auf der Hand, zu groß ist der Schaden am Sicherheitsversprechen, man wird nicht zur Tagesordnung der Arrangements übergehen können.
2-Staatenlösung – wer denkt noch ernsthaft darüber nach?, aber ein palästinensisches Volk ohne Perspektive wird immer ein Herd der Unruhe, eine Bedrohung für Israel sein, auch wenn die Hisbollah zurückgestutzt werden könnte. Weil das auch die Siedler wissen, versuchen sie, auf Kosten des Staates und der Leben, Fakten zu schaffen.
Eine offene Wunde, geschlagen von beiden Seiten, will nicht heilen, die angelegten Verbände wurden runtergerissen, auf dass man es bluten sieht.
Ein Konflikt unter vielen Konflikten und doch für Deutschland eine ganz besondere An-Teilnahme. So sind sich die Rechten, viele der Linken und große Teile der Migranten (mit muslimischem Wurzeln) aus den verschiedensten Gründen einig, eine unheimliche Allianz. Dem Rest muss erklärt werden, dass Deutschland hier mitverantwortlich zeichnen muss. Zu groß der Druck der heimatlos Gewordenen, der nicht Gewollten, so groß der Druck andere zu verdrängen.

Auch die Interessen der entfernteren Nachbarstaaten spielen eine Rolle, vom Iran bis zur Türkei; die gescheiterte arabische Revolution, an deren Erfolg ich nie glauben konnte; Amerikas Eingreifen in den Irak, der daraus resultierende sogenannte Islamische Staat.
Durchaus hatte ich 1976 Sympathien für den Gottesstaat im Iran (vor allem wenn man bedenkt, was davor war), aber auch hier sind die Wächter zu Wärtern geworden, wie ich heute denke, dass eine liberale kapitalistische Demokratie – mit sozialer Ausrichtung – immer noch die meisten Vorteile für’s Volk bringen wird. Autokratien überschreiten ihre Grenzen – immer. Immer!

Lemminge

Im Gegensatz zum universalistischen Anspruch einer wertegeleiteten Gesellschaft, bestimmen in einem identitären System die stärksten Teilbereiche die Ausrichtung des gesamten Staates. Nicht jede /r wird dort nach ihrer /seiner Fasson leben können.
Klingt erstmal so, wie wir das nicht haben wollen. Aber die Hand muss aufs Herz, denn mit dem Begriff der Würde sind wir umgegangen wie mit der Brechstange – was nicht passte wurde passend gemacht (von Gastarbeitern bis zum Sozialtourismus).
Aber vielleicht sind Gegenbewegungen obligat, damit die Welt im Gleichgewicht hängen bleibt? Alles Quark, denn solange das Kapital regiert und das tut es seit mindestens 200 Jahren, sind diese Widersprüche wohlanständiger Mist, die Auswüchse resultieren aus ein und dem selben Problem.
Im Nachkriegswestdeutschland wurde das Grundgesetz mit großer Zustimmung angenommen, dies liegt einerseits an der Verfügung der Siegermächte, andererseits an der großen braunen Dunkelheit davor. Da es sich in der DDR nie ganz aufgehellt und in bestimmten Bereichen sogar fortgesetzt hat, spüren wir den Nachhall des Dreunens noch heute, über 30 Jahren nach der Wiedervereinigung. Und doch kam es 1953 zum Volksaufstand und 1989 zur friedlichen Revolution – mit dem Ergebnis der deutschen Einheit!

Diese Widersprüche heben sich nicht einfach auf, weil der tiefere Grund des Menschlichen immer ein sich der Ethik entziehender, nicht universalistischer, bleiben wird: die blanke Existenz. Wo ich bin kannst du nicht sein. Gegenstand ist Widerstand.

Allzumenschlich, dass nur solange die Bedürfnisse befriedigt werden, sich der Widerspruch zum Nächsten, zum Anderen, zum Fremden, zur Regierung, zum Staat in Grenzen hält. Was bleibt ist die Nation, die als Ideal nie existierte. Darum muss mit dem (Stahl-)Besen durchgefegt und aufgeräumt werden, denn nur das Homogne mindert die Widersprüchlichkeit im Systemzusammenhang, aber um Gottes Willen nicht Homosexuell, LGBTQ – Regenbogen werden abgeschafft (zumindest als Armbinde).

Aus verschiedensten Gründen gibt es heute in der BRD einen Realverlust bis weit in die Mittelschicht hinein. Es wird spürbar, das vieles nur Makulatur war /ist, was wir sonst mit geschwellter Brust vor uns hertragen.
Die Grenzen weichen auf, nur um Stacheldraht hochzuziehen, Menschenrecht wird mit Füssen getreten, um den relativen Vorteil zu schützen. Woraus hat sich dieses Extra, dieser Vorschuss generiert? Zuallerletzt, weil die Bedingung unseres Lebens aus dem Ungleichgewicht resultiert, es immer ein Ungleichgewicht gibt, geben muss, denn selbst das Universum wäre bei exakt gleicher Verteilung von Materie und Antimaterie wohl nicht entstanden. Ein kleiner Rest war des Drudels Kern, ist es immer noch.
Wir können erkennen, rechnen, einschätzen, verifizieren und sollten uns nicht mit wehenden Fahnen in den Abgrund stürzen. Dafür sind wir zu weit gelaufen.

Der Internationalismus wird somit aktueller denn je, allein sind die Probleme nicht zu lösen. All das Andere ist Regression, Augen zu und Krieg, immer noch besser, als wirklich handeln zu müssen?
An die latoursche ökologische Klasse kann ich nicht glauben, da sie nicht aus den ökonomischen Bedingungen hergeleitet wird, sondern aus moralischen, oder soziokulturellen. Natur ist weder ein moralisches noch ethisches Phänomen, sie war schon immer dem bedingungslosen ökonomischen Prinzip verpflichtet. Wir sind Teil dessen und somit Natur, die sich selbst widerspricht. Nur scheint mir das Maß nicht klar. And the winner is N A T U R E. Who cares?
Ein Wimpernschlag an Aufmerksamkeit, gute 2 Millionen Jahre – vielleicht; der Mensch der Moderne kann sich die Krone aufsetzen, hat in 200 Jahren unsere Grundlagen fast an die Wand gefahren, machen es uns selbst, haben Gott in die Ecke gestellt, Utopien drastisch verkürzt.

Wir sind nur Teil, erreichen nur einen Teil, nicht, niemals das Ganze.
Bestand hat, was wir nicht verstehen, hat Schönheit, die wir nicht sehen.

Kritik des Betriebssystems nach Cervantes

Ein Protokoll

Lass‘ mal gut sein,
will mich nicht aufregen, zumindest nicht an Kleinigkeiten wie Internet und Computer.
Irgendwie muss das aufhören, es stört ja nicht nur mich. Dumme Sache. Ich kann schwer aus meiner Haut und muss es doch, des eigenen Friedens wegen.
Wohin, wohin, fragte der Prinz, dessen Welt immer kleiner wurde. Es passte nur noch ein Fuß, alles andere war verhagelt, verschnürt, blockiert, tot, oder einfach nicht mehr da.

So kommt immer wieder, was immer wieder kommt: die Dysfunktion einzelner Bereiche. Ganz selbstverständlich, und das ist, was ich nicht verstehen will, 5 und 5 sind 11 – nein, sind es nicht!
Aber mir soll es jetzt egal sein.

Inzwischen ist meine Lebenszeit durch (Ein)Richtung oder Reparatur, die ich in allen Arten von Computern lag, in Jahren zu bemessen, einer artifiziellen Welt voller Bugs.
Einem großartigen Quell des Frusts! Nur weil ich produktiv die zugestandenen Grenzen nutzen will.
Zusammenhänge nicht zu Ende gedacht. Good enough? Nicht wirklich.
Eher eine Komplexität, die nicht mehr beherrschbar ist. Wie Pyramiden sind Betriebssysteme Bauten aus verschiedensten Schichten (Zeiten), bei dem der innenliegende Kern und dessen Verzweigungen kaum zu korrigieren sind, also werden die Patches oben drauf geschrieben, was letztlich Inkontinenz zur Folge hat. Keine konsistente Abbildung, sondern addierte Fragmente, bei denen der Kleber an den Rändern ausläuft, mit denen wir umgehen, als sei es ein natürlich gewachsener Gegenstand. Brille auf und durch?

Kleines Beispiel: gerade wollte ich diesen Text [noch lokal auf meinem MacBook Air] sichern, konnte aber den vorgegebenen Namen des Files nicht ändern, weil bestimmte Hilfestellungen das verhindert haben. Also ‚untiteld text.txt‘ lassen mich auf dem Schreibtisch suchen und es umbenennen. OK – eine Kleinigkeit, wenn es an diesem Tag – es ist erst 13 h! – nicht schon einen Ausfall des Netzwerks gegeben hätte, womit ich eine knappe Stunde zugebracht habe – grenzwertig. Es hat mich bei einer komplexen Arbeit erwischt, die ich, trotz schleichendem Netz, fortgesetzt habe, um den Faden nicht zu verlieren, bis mittendrin alles klemmte und doch neu gestartet werden musste – was beim ersten Mal nichts brachte. Erst beim zweiten, nachdem wirklich jeder Computer, alle Hubs aus, alle Repeater vom Netz und die FRITZ!Box für Minuten ohne Strom war, ging es weiter. Nach diesem Gefummel muss der Geist zurück in die Spur, den Gedanken wiederbeleben, sortieren, Richtung geben. Aus einer knappen Stunde werden 1 1/4, bis der alte Stand gleichwertig (nicht gleich) zurückerobert war.

Am Sa./So. habe ich bei einem Freund dessen Computer auf den Stand gebracht. 12 Stunden insgesamt, weil man zuerst die verschiedensten Rettungsversuche am alten System durchspielt (ist Spielen das richtige Wort?). Wie fast immer hilft das nur bedingt, aber dann sind schon 4,5 Std. in die

[Hier will mich das Programm ständig mit ‚Autofill‘ oder ‚Lok up in Dictionary‘ oder ähnlichem Unsinn überzeugen – leider finde ich nicht den Knopf dies abzustellen, für Safari schon, wen es interessiert: ‚defaults write com.apple.Safari WebKitShowsURLsInToolTips 0‘ ins Terminal eingeben.]

Tonne gewandert, der Rest für das komplette Neuaufsetzen (geht ja nicht anders, wenn man keine Sicherungskopie vorfindet).

Gerade, es ist der 3. Okt. 23 14:05 h, habe ich den letzten Teil dieses Textes verloren, da mir das ‚Autofill, etc.‘ wieder in die Quere kam, und ich die Datei vor dem Schließen nicht gesichert habe. Jaup.
Gleich den Anfang dieses Textes gelesen.

Wo ist der Schalter bei BBEdit (früher TextWrangler), ein Programm mit dem ich seit über 20 Jahren arbeite, wie lautet das Zauberwort nach dem ich bei Google (auch ich nutze diese Unsäglichkeit und nicht DuckDuckGo) fragen könnte?
Könnte sein, dass ich das Feature jetzt gefunden habe, Abhaken von ‚Function menu‘ in ‚Appearance‘ unter ‚Settings‘. Ich denke mal das wars – – nicht!

Vor zwei Monaten habe ich meinen WIN10-PC abgeschafft, mich zu beschränken, ’nur‘ noch 3 Apple-Computer (iMac, MacBook Air, iPhone und einen alten MacPro mit Linux aufgesetzt).
Konsistenz über die Apple-Geräte hinweg – eher nicht vorhanden. Von Ventura (jetzt Sonoma) zu Monterey ist ein Schritt – klar, aber bei den Systemerweiterungen befindet sich nichts am Platz. Nun kann man fragen, was denn der Platz sei? Meiner Meinung nach wird dieser durch das Davor (der intuitiven Gewohnheit) definiert. Wenn ich mein iPhone (iOS) dazu nehme, müssen das Entwicklungsabteilungen verschiedener Firmen sein.

Hiervon genug, aber das Trackpad macht bei Berührung eigenartiges, als wenn man den einfachen Klick nicht mehr ausführen kann, nur gegen stärkeren Druck, diese Sensitivität habe ich (eigentlich) abgestellt. Das ‚Autofill‘ ist wieder da, so dass ich BBEdit deinstallieren werde, über den Tag kostet das zu viel an Zeit!
Ist das wirklich BBEdit, oder eher MacOS?

Nun schreibe ich mit TextEdit, die selben Probleme! Voreinstellungen, schauen wir mal, jetzt ist alles abgestellt, jedoch soll mir weiter geholfen werden. Auch beim Trackpad steht fast alles auf ‚aus‘. Hmm.
Im System, die ‚Textersetzungen‘ unter ‚Alle Eingabequellen‘ abgestellt; die Schrift wird jetzt mit 12 statt 14 Punkt angezeigt (meine Schuld), da ich die Einstellungen von TextEdit generell zurückgesetzt habe. Schon wieder sind 2 Stunden vergangen. Ich ärgere mich nicht, das gleichzeitige Schreiben lässt mich produktiv sein – Selbstbetrug – in ehrlich.
Ein Abschalten der Autokorrektur in der Applikation sowie dem Betriebssystem scheint zu helfen.

Etwas zur Konsistenz. Normal und gleich dem CSS, wäre die Kaskade – das letzte Wort in der Reihe ist das gültige. Hier wird nichts eingehalten (was bei undefinierten Reihen kein Zufall wäre). Mir wird immer noch geholfen, vielleicht weil man nicht weiß, was das letzte Argument gewesen ist?
Würde das einmal vorkommen, wären die Probleme bald gelöst, aber wenn ich den Computer anstelle drängen sich die Fehler fast auf, Photoshop und das Farbmanagement des Apple treiben seltsame Blüten. Das liegt nicht nur an den Entwicklern sondern auch am Wettlauf einer darstellenden KI (AI) immer näher zu kommen. Sex sells.
Das Werkzeug ist unhandlich geworden, zum Spielzeug degradiert (leider kommen manche Textkorrekturen immer noch). Also BBEdit reinstalliert. Wenn schon der selbe Mist, dann mit dem gewohnten Programm.

Nicht ärgern!
Nicht ärgern!
Nicht ärgern!
Nicht ärgern!
Nicht ärgern!

Lieber in ein Marmeladenbrot beißen, das entfernt vom Zustand der Geworfenheit, relativiert die Einstellung(en).
HoHoHo. Es ist noch nicht Weihnachten und wir gehen auch nicht in den Puff.
Aber die Art, wie ich mich fühle, ist schon nahe dran.

Da diese Welt nicht wirklich zu reparieren ist [dynamische Entität], habe ich einen Bereich gesucht, der einstell- und regelbar, von mir mit Administrationsrechten, steuerbar erschien, vor allem wenn sich die grundsätzliche Annahme auf ‚an‘ oder ‚aus‘ beschränkt!
010001110111010101110100011001010110111000100000010101000110000101100111 (Guten Tag)
Einsicht ja, aber die Schmerzen bleiben – sie nicht zu überwinden, zu übersteigen spiegelt nur noch deutlicher eine Welt, in der der Stärkere (ökonomisch oder muskulär) die Richtung vorgeben will. So ist es manchmal Wut, die mich das Leben lesen lässt. Im Grunde regressiv, wie ein Kind, das sich die Welt zu eigen machen möchte und lernen muss, dass dies in Konsequenz nicht geht.
Das Leben leben! Verdammt.

Nicht schimpfen!
Nicht schimpfen!
Nicht schimpfen!

Nicht weinen!

Weinen!